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Wissenswertes: Neues aus der Internet-Welt

KUGE Webentwicklung

Was macht eine effektive Webseitenoptimierung aus?

„Warum werde ich im Internet so schlecht gefunden?“, werde ich von Unternehmern sehr oft gefragt, und „Was kann man tun, damit ich in der Suchmaschine weiter oben stehe?“ Mit einer Analyse des Internetauftritts können die Möglichkeiten herausgefunden werden, mit denen man die Webseiten effektiv optimieren kann.

Internetgerechte Texte mit passgenauen Schlüsselwörtern

Internetgerechte Texte auf den Webseiten und eine für Suchmaschinen lesbare technische Umsetzung des Internetauftritts bilden eine gute Basis für bessere Platzierungen in den Suchmaschinen.

Oft werden auf Webseiten einfach die Flyertexte des Unternehmens übernommen. Diese sind meistens in einer werblichen Marketingsprache verfasst und nutzen dem Webseitenbesucher deswegen wenig.

Ein “No-Go” im Internet ist eine Überschrift auf der Startseite mit dem Text “Herzlich Willkommen”! Niemand wird jemals danach suchen!

Im Internet sucht man nach Informationen über Produkte und Dienstleistungen. Dabei ist die Einbindung zielgruppengerechter Schlüsselwörter in die Webseitentexte sehr wichtig. Denn nur was im Webseitentext geschrieben steht und wonach die Zielgruppe sucht, kann auf den Angebots- oder Informationsseiten im www auch gefunden werden.

Das Lesen am Bildschirm ist für das Auge sehr anstrengend, deshalb scannt das Auge zuerst nach Aufhängern in den Texten wie z.B.

  • farblich und größenmäßig hervorgehobene Überschriften
  • Aufzählungspunkte mit den Keywords
  • fett geschriebene Keywords in den Texten
  • Bilder mit gut ausgewählten Bildunterschriften und Alt-Texten

Im Internet gelten für Texte eigene Regeln:

  • Aussagekräftige Überschriften, die zum Weiterlesen animieren
  • Zusammenfassender Einleitungstext mit den relevanten Schlüsselwörtern
  • Das wichtigste zuerst schreiben
  • Kurze und prägnante Sätze, sachliche und klare Worte
  • Nicht mehr als 5-7 Zeilen pro Absatz schreiben
  • Zwischenüberschriften verwenden
  • Wichtige Wörter fett hervorheben
  • Auflockerung durch Aufzählungen
  • Fremdwörter vermeiden oder diese erklären
  • Ausreichend hoher Zeilenabstand
  • Optimale Zeilenlänge: 60-80 Zeichen
  • Optimale Absatzhöhe: 5-7 Zeilen

Suchmaschinen und Barrierefreiheit - welche Technik ist gut?

Ein stimmiges Webdesign mit internetgerechten Texten nützt wenig, wenn die Webseiten von den Internetnutzern und den Suchmaschinen nicht gelesen werden können.

Die Navigation – das Rückgrat eines jeden Internetauftritts

Der Internetnutzer soll auf den ersten Blick erkennen, was sich hinter den einzelnen Menübezeichnungen verbirgt, die Menüpunkte sollten deshalb klar und eindeutig sein. Hier sollten die Schlüsselwörter eingearbeitet werden, nach denen im Internet gesucht wird.

Leider wird bei so manchem Internetauftritt wenig Gewicht darauf gelegt. Auf “witzig” klingende Menübezeichnungen wie – gesehen bei einer Werbeagentur – Schiffe, Besatzung, Kurs sollte besser verzichtet werden.

Außerdem ist es wichtig, dass die Menüpunkte in reinem Text umgesetzt und nicht in grafischen Buttons versteckt werden. Denn Texte in Grafiken sind von Suchmaschinen und auch Screenreadern (Vorlesesoftware) oder Braillezeilen (Ausgabegerät) für blinde Internetnutzer nicht von Wert – es sollte immer mit Alternativtexten (Alt-Tags) gearbeitet werden, sobald Grafiken  eingesetzt werden.

Technische Barrieren sind für alle Internetnutzer ein NoGo!

Barrierefreiheit im Internet bedeutet: Zugänglichkeit für alle Internetnutzer und Suchmaschinen mit allen Ausgabegeräten, Plattformen, Sprache und Kultur.

Beispiele für Ausgabegeräte:

  • Monitore
  • Braillezeilen
  • Vorlesebrowser
  • Textbrowser
  • Crawler der Suchmaschinen

Ein barrierefreier bzw. barrierearmer Internetauftritt ist technisch so umgesetzt, dass alle Internetnutzer, egal welche Software, Hardware sie nutzen, dieser für alle zugänglich und nutzbar ist.

Textlich sollten Fachausdrücke, wenn sie nicht vermeidbar sind, z.B. in einem Glossar erklärt werden.

Jeder Internetauftritt sollte immer frei sein von technischen Hürden, damit die Inhalte der Webseitenbetreibern von allen Internetnutzern auch erreichbar, lesbar und nutzbar sind.

Aus Sicht der Barrierefreiheit sollten wichtige Inhalte immer ohne Technologien wie JavaScript oder Flash nutzbar sein. Auch sollten wichtige Inhalte nie in Grafiken verstekckt werden. Notfalls können hierzu lesbare Alternativen zusätzlich bereitgestellt werden.

Tabellen sollten immer linear aufgebaut werden, d.h. Wenn man die Tabellenzellen von links nach rechts und Zeile für Zeile liest, sollten Reihenfolge und Bezug eindeutig sein.

Auf verschachtelte Tabellenkonstrukte sollte verzichtet werden, erst recht auf Tabellen, die zu Layoutzwecken benutzt werden.

Auf den Einsatz von veralteten Frames sollte ebenfalls verzichtet werden – aus Sicht der Barrierefreiheit und der Suchmaschinenlesbarkeit. Ein Lesezeichen von einer Frameseite zu setzen, ist kaum mögich, eine Unterseite wird nicht wie gewünscht bei den Favoriten gespeichert, sondern immer nur die Startseite.

Optisch ist ein ausreichender Kontrast der Hintergrundfarbe zur Vordergrundfarbe (z.B. Textfarbe) sehr wichtig. Hellgraue Schrift auf weißem Hintergrund sollte besser vermieden werden wegen der Lesbarkeit. Der Kontrast sollte in Graustufenansicht des Webdesigns immer ausreichend lesbar sein.

Für Rot-Grün-blinde Internetnutzer ist z.B. roter Text auf grünem Hintergrund zu vermeiden, auch Infos zu weiteren Unterseiten wie “klicken Sie die rote Grafik, um weiter zu kommen”.

Auch Introseiten sind eher Bremsen, als dass sie einen Nutzen bringen. Häufig sind auf Introseiten Flashanimationen, einfach nur eine verlinkte Grafik oder – bei mehrsprachigen Internetauftritten – die Länderflaggen mit Sprachauswahl zu sehen.

Das Thema Barrierefreiheit ist sehr komplex, es gibt sehr vieles zu beachten.

Semantischer und schlanker Quelltext für schnellere Ladezeiten

Inhalte auf Webseiten sollten semantisch korrekt umgesetzt werden. Hier gilt es, die jeweiligen HTML-Tags für die Bedeutung der jeweiligen Inhalte zu nutzen, zum Beispiel:

h1 für die Hauptüberschrift, h2, h3 etc. für Zwischenüberschriften.

Codebeispiele:

<!-- falsch: -->
<font size="3"><b>Das ist keine Überschrift</b></font>

<p class=“headline“>Das ist keine Überschrift</p>

<!-- korrekt: -->
<h1>Das ist eine Überschrift</h1>
<h2>Das ist eine Zwischenüberschrift</h2>

Absätze werden mit p ausgezeichnet.

Für Aufzählungen gilt entweder ul für unsortierte Listen oder ol für sortierte oder nummerierte Listen.

Codebeispiele:

<!-- falsche Liste: -->

<p>- Aufzählung 1
<br />- Aufzählung 2
<br />-Aufzählung 3</p>

<!-- korrekte unsortierte Liste: -->

<ul>
<li>Aufzählung 1</li>
<li>Aufzählung 2</li>
<li>Aufzählung 3</li>
</ul>

Wenn Bilder eingebunden werden, sollten diese mit der Höhe und Breite angegeben werden, damit der Browser sie schneller laden kann. Nicht vergessen werden sollten die beschreibenden Alt-Texte für die Grafiken. Diese können von Suchmaschinen und Screenreadern gelesen werden.

<!-- falsch: -->
<img src=”bilder/mein-foto.jpg” />

<!-- korrekt: -->
<img src=”bilder/mein-foto.jpg” alt=”Mein Foto” width=”120” height=”140” />

Um den Quelltext möglichst schlank zu halten, sollte das Verhältnis des Quelltextes zu den Inhalten stimmig sein. Negativ ist es, wenn der Quelltext größer als die Inhalte ist. Größere JavaScripte oder CSS-Formatierungen werden besser extern eingebunden und nicht in den Quelltext geschrieben.

Die Schlüsselwörter sollten möglichst weit oben im Quelltext stehen, damit die Suchmaschinen sie schneller finden können. Oft ist es hilfreich, wenn von der Reihenfolge im Quelltext her zuerst der Contentbereich und dann erst die Navigation oder andere weniger wichtige Container erscheinen.

Interne Linkstruktur schaffen

Eine gut durchdachte interne Linkstruktur rundet die erfolgreiche Webseitenoptimierung ab. Auch hier gilt: für alle Menüpunkte und Verlinkungen ist eine reine Textumsetzung immer besser lesbar als unlesbarer Text in Grafiken.

Interne Verlinkungen bestehen z.B. aus der Hauptnavigation , Unternavigation, Breadcrumpnavigation (der Pfad, der zeigt, auf welcher Webseite – Haupt- oder Unterseite - sich der Internetnutzer gerade befindet).

Auch auf der Startseite können wichtige Inhalte beschrieben und die Unterseiten dazu intern verlinkt werden (Deep Links). Das hilft dem Internetnutzer, sich auf den ersten Blick im Internetangebot schnell zurechtzufinden.

Interne Verlinkungen führen den interessierten Internetnutzer zu weitergehenden Informationen. Es können ausführliche Themen in mehrere Unterseiten aufgeteilt werden. Dadurch werden Textwüsten, bei denen man leicht den Überblick verliert, vermieden. Stattdessen werden die Unterseiten auf einer Übersichtsseite verlinkt.

Ist ein Internetauftritt sehr umfangreich, bietet sich der Einsatz einer Sitemap an. Hiermit werden alle Webseiten intern verlinkt. Der Internetnutzer kann auf einen Blick sehen, welche Informationen in einem komplexen Internetauftritt angeboten werden.

Besonders für Onlineshops und Internetauftritte mit vielen Unterpunkten bietet sich diese Technik an.

Da die Menübezeichnungen aus reinem Text bestehen, sind sie auch für die Suchmaschinen sehr gut lesbar.

Internetauftritt bekannt machen und Erfolge messen

Steht ein neuer Internetauftritt im Netz, sollte er natürlich im Internet auch bekannt gemacht werden.

Ein Link ist eine Empfehlung, die Währung im Internet. Je besser ein Internetauftritt von außen verlinkt ist, desto bekannter ist dieser für die Suchmaschinen. Dies wirkt sich in der Platzierung aus.

Basis-Linkaufbau

Für neue Internetauftritte bieten sich z.B. Eintragungen in Webkatalogen an als einen ersten Basislinkaufbau. Webkataloge gibt es für fast alle Branchen. Der Eintrag ist meistens kostenlos und unkompliziert.

Es werden Kontaktdaten, Firmenbeschreibung und der Link zum Internetauftritt eingetragen.

Da diese Eintragungen meist händisch freigeschaltet werden, ist bei der Veröffentlichung Geduld gefragt. In seltenen Fällen werden Einträge auch abgelehnt.

Tipps zum Linkaufbau

Linkaufbau sollte immer kontinuierlich betrieben werden. Folgende Tipps können beim Linkaufbau hilfreich sein:

  • Geschäftspartner, Freunde, Kollegen nach Verlinkungen fragen
  • Eigene gute Inhalte mit Mehrwert bereitstellen, diese werden oft freiwillig verlinkt
  • Eintrag im Online-Branchenverzeichnis der Stadt / Gemeinde einstellen
  • In Sozialen Netzwerken wie Facebook, Google+, Twitter, Xing & Co. ein Profil anlegen und aktiv sein
  • Fachliche Kommentare in themenrelevanten Blogs schreiben
  • Fachartikel in Onlinemagazinen oder Blogs veröffentlichen
  • Immer kreativ sein

Es gibt viele weitere Möglichkeiten, den eigenen Internetauftritt bekannter zu machen. Hierbei ist Kreativität und vor allem Geduld gefragt.

Erfolge messen

Durch die regelmäßige Auswertung von Webstatistiken und der Suchmaschinenergebnisse können Optimierungsmaßnahmen gemessen und beobachtet werden.

Aus den Webstatistiken sind die Suchwörter, mit denen die Internetnutzer eine Webseite gefunden haben, ersichtlich. Wird sehr häufig nach einem wichtigen Wort gesucht, kann der Text entsprechend angepasst oder neue Seiten zu dem Thema erstellt werden.

Fazit

Eine effiziente Webseitenoptimierung ist immer ein Zusammenspiel von Text und Technik.

Mit einem schlüssigen Webkonzept, internetgerechten Texten, barrierearmer und suchmaschinenlesbarer Technik und guter Bekanntmachung nach außen kann für eine bessere Platzierung in den Suchmaschinen gesorgt werden.

Oftmals genügen kleine Korrekturen an Texten und der Technik, um erste sichtbare Ergebnisse zu erreichen.

Eine ständige Analyse der Webstatistik und der Suchmaschinenergebnisse zeigen auf, wo weitere Optimierungsmaßnahmen vorgenommen werden können.


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